#5: Podcast urbekannt zum Thema Wohnen im Wiener Gemeindebau

#5: Podcast urbekannt zum Thema Wohnen im Wiener Gemeindebau

Letztens bin ich von der Straßenbahn bis zu mir nach Hause spaziert. Da ich die Architektur in Wien sehr schätze, habe ich mir wieder mal die schönen Altbauten auf meinem Heimweg angeschaut. Dann ist mir aufgefallen, dass mindestens drei Gebäude auf diesem kurzen Weg Gemeindebauten sind. Natürlich kennt sie jede*r in Wien und hat schon mal welche gesehen: In rotem Schriftzug steht an den Gemeindebauten wann sie von der Gemeinde Wien errichtet worden sind. Bevor ich nach Wien gezogen bin, hatte ich nicht viel mit diesem Konzept zu tun, aber hier kommt es mir vor, als wolle mir die Stadt einen Scherz spielen und auf definitiv überdurchschnittliche Gebäude den bekannten Schriftzug platzieren. Sollte dies nun nicht der Fall sein, stellt sich immer noch die Frage warum es in Österreich, speziell in Wien, so viele dieser Gemeindebauten gibt? Immerhin wohnt um eine halbe Million an Österreicher*innen in diesen. Das Bauen dieser hat ja ziemlich früh angefangen, die Jahreszahlen auf den Gebäuden gehen teils über 100 Jahre zurück.
Wann hat das Errichten dieser Häuser angefangen und aus welchem Grund? Wer darf denn darin wohnen? Was ist der Vorteil, wenn man in einem wohnt? Wie schauen denn die Wohnungen darin aus und wer wohnt denn meistens in diesen? Muss man Wiener*in oder Österreicher*in sein, um das zu dürfen?
Ich finde mich frierend auf dem Gehsteig wieder. Multitasking war noch nie meine Stärke. Ich wünschte mir, es gäbe irgendjemanden, eine Gruppe mit der Motivation solchen Fragen nachzugehen, vielleicht auf irgendeiner angenehmen Plattform, wo mir diese Fragen überall in meinem Alltag beantwortet werden würden. Dann würde ich mir in Zukunft nicht alles abfrieren, wenn ich wieder stehen bleiben muss, um mir diese Fragen zu stellen.


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Aber siehe da, das fünfte Thema vom Podcast urbekannt ist doch tatsächlich “Wohnen im Gemeindebau”. Ein Stein fällt mir vom Herzen, gleich in deren ersten Teilfolge werde ich dann erfahren, wer die Leute im Gemeindebau sind, wie das Wohnen dort ist und warum sie gewählt haben dort zu leben. Nachdem ich das dann eine Woche mal sacken lassen kann, geht’s in der zweiten Woche gleich mit den Meinungen von Leuten weiter, die zwar nicht in Gemeindebauten wohnen, aber vielleicht Kontakt damit haben. Vielleicht gibt es sogar Gegner*innen, die absolut gegen das Konzept des Gemeindebaus sind? Nach dieser heißen Debatte werden dann meine Fragen endlich von Expert*innen beantwortet, welche Gemeindebauten verwalten, neu errichten oder in diesem Bereich forschen. Und am Ende gibt’s ja zum Glück wieder eine tolle Zusammenfassung. Bis dahin dürft ihr mit mir gespannt bleiben und weiter Fragen in die Luft starren.
P.s.: Dieser Text beinhaltet neun mal das Wort “Gemeindebau”. Jetzt zehn mal. You’re welcome.


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